Antwort auf den offenen Brief von Albina Nazarenus-Vetter an die Deutschen aus Rußland

Sehr geehrte Frau Nazarenus-Vetter,

vor nicht so langer Zeit haben Sie sich an die Deutschen aus Rußland mit einem offenen Brief gewandt, in dem Sie die wachsende Zustimmung unserer Landsleute für die AfD beklagen und diese Partei regelrecht beschimpfen. Dabei haben Sie uns zu einer Diskussion eingeladen und erklärt, daß Sie sich über jede Rückmeldung freuen würden. Diese Freude möchte ich Ihnen nicht verweigern. Der menschenverachtende, undemokratische Ton, den Sie in Ihrer Botschaft eingeschlagen haben, gibt mir das Recht, Ihnen mit gleicher Münze heimzuzahlen.

Sie beginnen ihr Schreiben mit der Behauptung, die ganze Republik beklage einen klaren Rechtsruck und es wäre ein Grund zur Sorge, da die AfD angeblich ein Sammelbecken für jegliche fremdenfeindlichen, islamophoben, antisemitischen, rassistischen bzw. frauenfeindlichen Einstellungen sei.

Diese ungeheuerliche Unterstellung ist keine Einladung zur Diskussion, sondern eine böswillige Diffamierung des politischen Gegners, deren Sprache uns an die Gepflogenheiten des DDR-Regimes erinnert. Ihr offener Brief ist ein naiver Versuch, unsere Landsleute durch haltlose Verleumdungen von der Annäherung an die AfD abzuschrecken. Dabei vertritt aber die Alternative für Deutschland gerade die Positionen, die die CDU noch vor einigen Jahrzehnten zu verteidigen vorgab. Oder kennen Sie, Frau Nazarenus-Vetter, die Geschichte Ihrer eigenen Partei nicht?

Sie behaupten, die politische Agenda der AfD wäre von Hetze, Haß und Aggressionen geprägt. Ich habe mir die Mühe gemacht, das Parteiprogramm der AfD unter die Lupe zu nehmen. Ich habe dort nichts, aber gar nichts gefunden, was einem Deutschen aus Rußland bedenklich erscheinen könnte. Vielmehr strotzt Ihr eigener Brief vor unverhohlenem Haß, primitiver Hetze und Ausgrenzung.

Wenn Sie den legitimen Wunsch der Menschen, die verfassungswidrige Massen-einwanderung nach Deutschland sofort zu beenden, als Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit bezeichnen, dann sind Sie offensichtlich vom linksradikalen Gedankengut infiziert worden und haben das normale menschliche Gefühl schon längst eingebüßt. Sie können Ihre eigenen Landsleute nicht verstehen, weil Sie mental nicht mehr zu ihnen gehören.

In Ihrem offenen Brief schmeicheln Sie den Deutschen aus Rußland auf eine Art und Weise, die Ihre Absicht für jeden sichtbar macht. Sie bezeichnen sie als „vernünftig, besonnen, barmherzig, geprägt durch christliche Werte“. Ja, das sind sie, unsere Landsleute. Viele von ihnen sind in der Tat von den christlichen Werten geprägt. Die Frage ist aber, ob Sie Frau Nazarenus-Vetter es auch sind!

In der ARD-Dokumentation wird darauf hingewiesen, daß viele Deutschen aus Rußland sich bis heute nicht genügend integriert haben und in abgeschotteten Gruppen leben. Sie selbst fordern in Ihrem Brief mehr Geld für die Integration. Nun stellt sich aber die Frage: In welche Gesellschaft sollten wir uns Ihrer Meinung nach integrieren?

Ich sage es Ihnen offen: Gott bewahre mich und meine lieben Deutschen vor der Integration in das Sodom und Gomorrha, das die etablierten Parteien und auch Ihre CDU in unserer deutschen Heimat errichten wollen! Nicht wir müssen uns in die deutsche Kultur und das deutsche Denken integrieren, sondern Sie und Ihresgleichen, die zu heimatlosen Globalisten verkommen sind.

Ob Schiller, Goethe, Herder, die Gebrüder Grimm, Luther oder viele andere, die mit Recht die deutsche Kultur und das deutsche Denken geprägt haben, sie alle hätten für Ihre politische Agenda nur die allertiefste Verachtung übrig. Auch unsere Vorfahren, für die das Christentum im wahrsten Sinne des Wortes heilig war, würden Ihr Tun nicht anders bewerten. Mit Entsetzen hätten sie Ihr verkommenes Weltbild von sich gewiesen.

In der ARD-Dokumentation über die Rußlanddeutschen haben Sie sich selbst als überzeugte Christin bezeichnet. Offensichtlich haben Sie es nicht für nötig gehalten, die Heilige Schrift aufzuschlagen, um Ihre Ansichten zu überprüfen. Denn hätten Sie es getan, wäre Ihnen sicher nicht entgangen, daß sowohl im Alten als auch im Neuen Testament das Ausleben der Homosexualität als Sünde bezeichnet wird. Ich will Ihnen mit einem biblischen Wort antworten, das an Deutlichkeit kaum etwas übrig läßt:

„Wisset ihr denn nicht, daß Ungerechte das Reich Gottes nicht ererben werden? Irret euch nicht: Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch Knabenschänder, weder Diebe noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes ererben.“ (1. Korinter 6.9-10)

Das Gleiche können Sie im Alten Testament nachlesen: die Homosexualität, die Sie und Ihre Partei unermüdlich propagieren, ist ein Gräuel in den Augen Gottes. Und so sehen es auch die meisten Deutschen aus Rußland.

Mit Ihrer Gender-Ideologie verführen Sie im sogenannten Sexualunterricht die Minderjährigen. Sie mißbrauchen ihr kindliches Vertrauen, um sie mit Ihrer zum Himmel schreienden Sittenlosigkeit zu infizieren. Parteien, die die Kinder verführen und die Sexualmoral ablehnen, haben kein Recht, sich auf das Christentum zu berufen! Streichen Sie das „C“ aus Ihrem Parteinamen! Sie haben mit Christus gar nichts zu tun!

Auch das Doppelgebot der Liebe, das Christus besonders hervorhebt, hat für Sie offensichtlich keine Bedeutung mehr. Ich möchte es Ihnen in Erinnerung rufen. Das erste Gebot handelt von der Liebe zu Gott, das zweite Gebot, das dem ersten in seiner Bedeutung gleich ist, lautet wie folgt:

Du sollst dich nicht rächen noch Zorn bewahren gegen die Kinder deines Volkes, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR!“

Ihre Partei aber, die CDU hat die Kinder ihres deutschen Volkes längst vergessen und verraten. Das Leid der Deutschen im Ausland, ob in Rußland oder sonst wo, berührt die versteinerten Herzen der CDU-Mitglieder genauso wenig wie die, der anderen Parteien. Sie erwärmen sich nur für die Fremden, die aus allen hehren Ländern verfassungswidrig nach Deutschland strömen, um vor aller Welt ihre angeblich selbstlose Herzensgüte zur Schau zu stellen. Kein normal fühlender Mensch wird ihnen dieses verlogene Theaterstück abnehmen!

Das sind nur einige Beispiele, die es deutlich machen, daß Ihre verkommene Weltanschauung nichts mit dem Christentum zu tun hat. Sie entstammt den krankhaften Vorstellungen solcher Philosophen wie Carl Popper, der die Grundsätze der offenen Gesellschaft formulierte. Eine verbrecherische Ideologie, die darauf abzielt, die Nationalstaaten und die Völker gänzlich abzuschaffen.

Früher konnte Ihre Partei ihre wahren politischen Absichten geschickt hinter allgemeinen Worthülsen tarnen, so daß unsere Menschen sie nicht durchschauen konnten. Die meisten von ihnen haben geglaubt, daß die CDU nach wie vor eine konservative Partei sei, die sich um die Belange ihrer Nächsten kümmere. Heute aber ist ihr niederträchtiges Tun für viele Rußlanddeutsche offensichtlich geworden. Daher wenden sie sich zunehmend der Partei AfD und möchten zusammen mit ihr den Niedergang unserer deutschen Heimat aufhalten. Und es wird Ihnen nicht mehr gelingen, mit Ihren verleumderischen Briefen und Appellen diese Entwicklung rückgängig zu machen.

Eigentlich müssen Sie es wissen, Frau Nazarenus-Vetter: Wer die göttliche Ordnung zerstören möchte und sein eigenes Volk so verachtet, wie das politische Establishment in Deutschland es tut, der wird nicht nur von den Deutschen aus Rußland entschieden zurückgewiesen, sondern auch von den meisten Ausländern.

Menschen wie Sie haben nichts Heiliges. Daher sind Sie auch nicht in der Lage, die Gründe für die Zustimmung unserer Landsleute für die AfD nachzuvollziehen. Es sind nicht der oft unterstellte Neid gegen die Flüchtlinge oder das Gefühl der Ungerechtigkeit, sondern die Sorge um die Zukunft unserer deutschen Heimat, die Sie zerstören wollen. Es ist auch die Sorge um die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder.

Wir sind nach Deutschland gekommen, um als Deutsche unter den Deutschen zu leben und nicht in Ihrem gleichgeschlechtlichen Multi-Kulti-Paradies. Wir waren nicht die Ärmsten, die nur wegen dem Wohlstand ausgewandert sind. Wir haben alles zurückgelassen, um unsere Kinder vor der drohenden Assimilierung zu retten, auf daß sie und ihre Nachkommen Deutsche bleiben. Dabei haben wir im Sinne unserer lieben Vorfahren gehandelt, denen das Glück, in ihre deutsche Heimat zurückzukehren, versagt wurde. Statt dessen mußten sie in den sowjetischen Arbeitslagern wie Sklaven schuften und sterben. Das christliche Erbe unserer leidgeprüften Vorfahren lebt immer noch in den Herzen ihrer Nachkommen, und ich wage es zu behaupten, daß die überwiegende Mehrheit der Rußlanddeutschen die globalistische, perverse Ideologie Ihrer Partei nicht nur ablehnt, sondern auch verabscheut.

In der ARD-Dokumentation wird der Versuch unternommen, eine Antwort auf die Frage zu finden, warum die Deutschen aus Rußland große Sympathie für Wladimir Putin hegen. Die Antwort auf diese Frage sollte eigentlich für jeden unserer Landsleute auf der Hand liegen. Nur Sie scheinen es noch nicht begriffen zu haben. Der russische Präsident verteidigt trotz vielerlei Probleme in seinem Land gerade die Werte, die für die meisten Rußlanddeutschen besonders wichtig sind: Heimatliebe, Patriotismus, Familie, christliche Werte usw. Mit einem Wort: ein Menschenbild, das für jeden normal fühlenden Menschen überall auf dieser Welt als durchaus sympathisch erscheint. Der Haß der westlichen Eliten gegen Putin hat nur einen einzigen Grund: Der russische Präsident lehnt den Globalismus und dessen perverse Vorstellungen vom Leben entschieden ab. Dem Westen wäre natürlich ein Präsident wie Boris Jelzin, der sein Land zugrunde gerichtet hat und das frei gewählte russische Parlament mit Panzern beschießen ließ, viel lieber.

In Ihrem offenen Brief schreiben Sie, daß Sie wütend seien und keine Ahnung hätten, was mit Ihren Landsleuten plötzlich los sei. Mit meinem Schreiben habe ich versucht, Ihnen bei der Suche nach einer Antwort behilflich zu sein. Sie ist denkbar einfach und ich wiederhole sie noch einmal: Nicht die Rußlanddeutschen haben sich geändert, sondern die CDU. Ihre Partei hat ihr christlich-konservatives Menschenbild längst aufgegeben und ist zu einer globalistischen, antichristlichen Partei verkommen, die gerade dabei ist, zusammen mit anderen etablierten Parteien unser Land zu zerstören. Es wird Ihnen nicht gelingen.

Die Deutschen aus Rußland werden ihre Heimat und die Zukunft ihrer Kinder verteidigen!

Hochachtungsvoll
Viktor Streck

 

Diese Antwort wurde von den folgenden Personen mitunterzeichnet:

Heinrich Daub

Mainz, Historiker, bekannter Publizist und Redakteur, Delegierter der Volkskongresse der Russlanddeutschen (Moskau, 1991-1993)

Dr. Heinrich Groth

Mitbegründer und Vorsitzender der „Wiedergeburt“ in der UdSSR, Russland und in der Ukraine

Willi Muntaniol

Berlin, Schriftsteller, Delegierter der Volkskongresse der Russlanddeutschen (Moskau, 1991-1993)

Dr. Viktor Dechert

Werne, Delegierter der Volkskongresse der Russlanddeutschen (Moskau, 1991-1993), „Wiedergeburt“-Vorsitzender in St. Petersburg

Dr. Alexander Meissner

Berlin, Delegierter der Volkskongresse der Russlanddeutschen (Moskau, 1991-1993), „Wiedergeburt“-Vorsitzender in Weißrussland

Prof. Artur Steinmetz

Berlin, Internationaler Konvent der Russlanddeutschen

Prof. Robert Geiger

Bonn, bekannter Publizist und Redakteur

Viktor Kasper

Hannover, Delegierter der Volkskongresse der Russlanddeutschen (Moskau, 1991-1993), Koordinierungszentrum der Russlanddeutschen „Für die deutsche Heimat!“, Internationaler Konvent der Russlanddeutschen

Robert Stark

bekannter Publizist, Delegierter der Volkskongresse der Russlanddeutschen (Moskau, 1991-1993)

Lydia Walz

Birkenfeld, Publizistin und Online-Redakteurin

Vitalij Killer

Münster, Delegierter der Volkskongresse der Russlanddeutschen (Moskau, 1991-1993), Koordinierungszentrum der Russlanddeutschen „Für die deutsche Heimat!“

Andreas Triller

Hattingen, Internationaler Konvent der Russlanddeutschen, ehemaliger „Wiedergeburt“-Vorsitzender in Balchasch, Kasachstan

Edgar Dumler

Berlin, Vorstandsmitglied des Internationalen Konvents der Russlanddeutschen, Koordinierungszentrum der Russlanddeutschen „Für die deutsche Heimat!“, „Wiedergeburt“-Aktivist, Moskau

Ludmila Motz

AfD-Mitglied, Berlin, Internationaler Konvent der Russlanddeutschen

Friedhelm Küppers

AfD-Unterstützer, Berlin

Richard Gretzinger

AfD-Mitglied, Berlin, Internationaler Konvent der Russlanddeutschen

Ewald Weber

Schwäbisch Gmünd

Alexander Weber

Karlsruhe, Delegierter der Volkskongresse der Russlanddeutschen (Moskau, 1991-1993) Wilhelm Schlecht Ostfildern, Bauingenieur, eh. „Wiedergeburt“-Aktivist, Ukraine

Viktor Bayer

AfD-Mitglied, Idar-Oberstein

Otto Feist

AfD-Mitglied, Remscheid, Delegierter der Volkskongresse der Russland-deutschen (Moskau, 1991-1993), eh.„Wiedergeburt“-Aktivist in Karaganda

Bernhard Feist

Berlin, Internationaler Konvent der Russlanddeutschen, Koordinierungszentrum der Russlanddeutschen „Für die deutsche Heimat!“

Philipp Buchmiller

Berlin, Delegierter der Volkskongresse der Russlanddeutschen (Moskau, 1991-1993), Vorstandsmitglied des Internationalen Konvents der Russlanddeutschen, eh. „Wiedergeburt“-Aktivist in Pawlodar

Woldemar Ewald

Berlin, Vorstandsmitglied des Internationalen Konvents der Russlanddeutschen, Koordinierungszentrum der Russlanddeutschen „Für die deutsche Heimat!“, eh. „Wiedergeburt“- Vorsitzender Dganatas, Kasachstan

Friedrich Meissner

Mainz, Delegierter der Volkskongresse der Russlanddeutschen, (Moskau, 1991-1993), eh., Wiedergeburt“-Aktivist in Kemerowo

Viktor Lust

Berlin, eh. „Wiedergeburt“-Vorsitzender in Berdjansk, Ukraine

Johannes Bergner

Wiesbaden, Konventunterstützer

Alexander Heimbuch

Möckmühl, Delegierter der Volkskongresse der Russlanddeutschen (Moskau, 1991-1993)

Viktor Laub

AfD-Mitglied, 76676 Graben-Neudorf, Karlsruhe

Konstantin Savin

AfD-Mitglied, Mainz

Günther Hummel

Bad Krozingen, bedeutender Künstler und Bildhauer

Johannes Kremer

Führt

Prof. Dr.-Ing. Eduard Frank

Feucht, Delegierter der Volkskongresse der Russlanddeutschen (Moskau, 1991-1993), eh. „Wiedergeburt“-Aktivist in Tomsk

Dr. Wilhelm Liebert

Hamburg,  Delegierter der Volkskongresse der Russlanddeutschen (Moskau, 1991-1993), eh. „Wiedergeburt“-Vorsitzender in Shdanov, Ukraine

August Braun

Hamburg, Delegierter der Volkskongresse der Russlanddeutschen (Moskau, 1991-1993), eh., Wiedergeburt“-Aktivist in Pawlodar, Kasachstan

Arno Miller

Naila, Delegierter der Volkskongresse der Russlanddeutschen (Moskau, 1991-1993), eh.„Wiedergeburt“-Aktivist, Kusbass

Andreas Felinger

Möckmühl

Viktor Rosberg

Hannover, Delegierte der Volkskongresse der Russlanddeutschen, (Moskau, 1991-1993), eh.„Wiedergeburt“-Aktivist, Kasachstan,






Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.