Der Sinn der Geschichte: Kampf zwischen Gut und Böse. Verwirrtheit der modernen westlichen Gesellschaft.

Traditionsbewusste Menschen, besonders die Gläubigen, wissen, dass die Geschichte der Menschheit vor allem die Geschichte des Kampfes zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Finsternis ist.

In ihren heiligen Büchern finden sie auch die Kriterien, wie sie Gut und Böse unterscheiden können, bzw. sollen.

Wir, die Christen, haben dafür die Bibel, und in der Bibel die göttlichen Gebote – das ist die Grundlage unserer Ethik. Еs gibt in der Bibel auch weitere Weisheiten und Verbote, еs gibt Gleichnisse, die uns in dieser Hinsicht belehren. Und die Bibel ist für alle traditionsbewusste Europäer die Grundlage unserer Kultur, unserer europäischen Zivilisation – auch für die, die nicht gläubig sind und sogar für jene, die sich selbst als Atheisten bezeichnen.

Nur ist еs für die letztere schwieriger als für die gläubige Christen, die Trennlinie zwischen Gut und Böse zu ziehen, weil sie diesen Lebenskompas – die Bibel — gänzlich aus den Augen verloren haben. Sie haben keine feste Kriterien mehr, wie sie das Verhalten der Menschen bewerten sollten.

Ich möchte Ihnen nur ein Beispiel dafür geben: in der Bibel wurde ein klares Inzestverbot ausgesprochen. Das ist aus der Sicht eines Christen ein göttliches Gebot. Schon vor Jahrtausenden galt es sowohl in der heidnischen, als auch dann später in der christlichen Kultur als selbstverständlich. Jetzt aber, nachdem wir in die Zeit des voranschreitenden Atheismus und Materialismus getreten sind, sehen wir, dass immer größer werdende Zahl der Politiker, Intellektueller und Kulturschaffender bei uns die Aufhebung der Strafbarkeit des Inzestes fordern. Sie wollen, dass Nahe Verwandte (Vater – Tochter, Mutter – Sohn, Geschwister) einander heiraten dürfen.

Die schwedischen Jungliberalen gingen noch weiter. Vor einigen Jahren forderten sie die Legalisierung des Beischlafs mit Toten – die Nekrofilie. Wer ein gutes Vorstellungsvermögen besitzt und versucht, sich vorzustellen, wie das Ganze in der Praxis aussehen sollte, wird zwangsläufig an die Notwendigkeit einer Wiederbelebung der Inquisition denken!

Wichtig ist zu begreifen, daß es nicht nur Gedankenspiele einiger Verrückten sind. Wir schreiten auf diesem Wege munter voran! In der deutschen Gesetzgebung ist bereits seit dem Ende der 60-er Jahre die Strafbarkeit des Geschlechtsverkehrs mit Tieren aufgehoben worden. Heute können wir klarer denn je sehen, in welche Richtung sich unsere Kultur ohne Glauben an Gott  entwickelt. 

In der Bibel, wie auch in den anderen heiligen Büchern, ist das Gute und Böse absolutisiert und personifiziert, während aber in vielen Ideologien, die sich in den letzten 200 Jahren auf der Grundlage des Materialismus und der Gottlosigkeit entwickelt haben, das Gute und Böse relativiert wurden. Es gibt da nichts Festes und ewig Gültiges! Alles hängt nur davon ab, ob das, was getan wird, mit dem Ziel dieser Ideologie konform ist, ob es aus der Sicht der Ideologen und deren Adepten für das Erreichen ihres jeweiligen Zieles hilfreich ist oder nicht.

Als bekanntestes Beispiel kann ich hier die kommunistische Ideologie bringen. Aus der Sicht aller Kommunisten, angefangen bereits mit Marx, Engels, Lenin usw., gibt es nichts absolut Böses oder Gutes: man muss es immer aus der Sicht der Klassenlehre betrachten. Wenn z. B. Millionen Menschen getötet werden, dann kann dieser Massenmord sowohl Gut sein – wenn er im Interesse der kommunistischen Lehre lag – oder auch als Böse – wenn dieses Ereignis umgekehrt als nicht dem kommunistischen Ziel dienend gedeutet wird.

Es gäbe keine absolute Wahrheit – und aus dieser Behauptung entwickelt sich wieder dasselbe Gedankenspiel: liegt es in unserem Interesse, dann ist es die Wahrheit, widerspricht es unserer Weltsicht, dann ist es eine Lüge. Ich könnte hier unzählige Zitate von den Klassikern des Marxismus-Leninismus anführen, die das einwandfrei bestätigen.

Und so wird es inzwischen in allen lebenswichtigen Bereichen verfahren. Hier die bekannten Beispiele: wenn es „unsere“ sind, dann sind es „Partisanen“, wenn es sich um unsere Gegner handelt, dann sind es „Banditen“ und „Terroristen“. Eigene Leute sind „Aufklärer“ oder „Kundschafter“, die feindlichen sind nur noch verachtungswürdige „Spionen“. Wir lieben unser Volk und machen uns Sorgen um seine Zukunft – wir sind „Patrioten“, wenn jemand dasselbe in einem anderen Land tut – dann sind das „Nazis“. Und so weiter. Solche Beispiele könnte man noch einige Stunden lang bringen und alle bekannte menschliche Tugende so drehen, wie wir es gerade wollen.

Auf der Grundlage einer solch schwammigen Ethik kann man nichts Reines, Ehrliches, Ritterliches aufbauen. Und so versinkt unsere Zivilisation immer mehr in Lügen und Verderben.

Sie sehen, dass die Absage vieler Europäer vom Glauben der Vorfahren sie in eine schwere Not brachte: sie haben keine absoluten Kriterien mehr, um zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Oft können sie sogar nicht mehr erkennen, was für sie persönlich und für ihre Völker gut oder böse ist.

Sie sind in eine Situation geraten, wo sie oft das Böse selbst frei wählen und sogar dem Bösen, dem Verderblichen, mit Begeisterung folgen.

Wir sehen z.B. in Deutschland viele Menschen, die bei Demonstrationen mitmarschieren, bei denen Transparente zu sehen sind, auf denen die Losung „Deutschland verrecke“ geschrieben steht. Wir sehen junge Mitglieder etablierter Parteien, die auf unsere Nationalfahne pinkeln; Politiker, die beim Singen der deutschen Nationalhymne nicht aufstehen wollen und Politiker, die offen und stolz sagen, dass sie den Tod des eigenen Volkes begrüßen. Und wir sehen noch viel mehr, was nicht weniger unanständig, verderblich und katastrophal ist. Bei ihrer sittlichen Verkommenheit sind diese Menschen oft sogar überzeugt, dass es „auch gut so ist“!

Ja, wir können sagen, das viele Menschen, die die Orientierung in den moralischen Fragen verloren haben, die ihnen gestern noch der Glaube gegeben hat, heute einfach verwirrt sind. Nur ein Beispiel: auf allen Ecken wird bei uns über das Erlangen der völligen Gleichheit zwischen Mann und Frau geschrien. Gleichzeitig können wir aber Inserate deutscher Behörden lesen, in denen schwarz auf weiß geschrieben steht, dass «bei gleicher Qualifikation Behinderte und Frauen bevorzugt werden». Wo, um Gottes Willen, ist da die Gleichheit?

Wissenschaftliche Kriterien, um zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Antisysteme.

Wie kann man einer solch zerrissenen Gesellschaft, wie es heute die europäische ist, helfen? Wie gesagt, die wirklich Gläubigen brauchen keine Hilfe – sie haben ihre heiligen Bücher, wo sie diese Kriterien finden. Auf welche Kriterien aber können sich die Nichtgläubigen stützen, wenn sie Gut und Böse voneinander trennen wollen?

Ich habe solche Kriterien gefunden. Sie sind sogar wissenschaftlich begründet. In der UdSSR lebte und wirkte der Wissenschaftler Lew Gumiljow. Er war ein großer Historiker und Ethnologe. Gumiljow ist bis heute der einzige Ethnologe in der Welt, der eine plausible Theorie der Ethnogenese, das heißt der Geburt der modernen Völker, entwickelt hat.

In dem er die Geschichte studierte, bemerkte er, dass sich seit der Zeit der Antike bei verschiedenen Völkern immer wieder  Weltanschauungen entwickelt haben, die auf eine oder die andere Art den Tod angepriesen haben und das Leben als etwas Leidvolles, Unerfreuliches abgewertet haben, sogar als etwas, was man schnell überwinden muss.

Er nannte diese gegen das Leben der Menschen und der Völker gerichtete Weltanschauungen, als Antisysteme. Ideale Antisysteme, sagte er, führen letztendlich zum kollektiven Selbstmord der Systeme, das heißt – der Völker.

Um besser zu verstehen, was Antisysteme sind, muss man sich erinnern, dass der Mensch und sein Geist in verschiedenen Strukturen leben und sich entwickeln.

Die erste Ebene ist die biologische – der Mensch, sein Geist, lebt im biologischen Organismus.

Die anderen Ebenen sind soziale – der Mensch ist ein soziales Wesen. Das sind die soziale Strukturen, in die der Mensch hineingeboren wird und in denen er auch weiter lebt: zuerst der Mensch als Persönlichkeit, dann kommt die Familie, die Sippe, der Stamm, das Volk, die Nation. Alle soziale Organismen haben im wesentlichen dieselben Eigenschaften, wie auch die biologischen Organismen: sie werden geboren, sie leben, sie entwickeln sich und sie wollen in neuen Generationen weiterleben.

Auf allen Ebenen hat der Mensch äußerliche Feinde. Auf der ersten, biologischen Ebene sind das die äußerlichen Faktoren – Temperatur, Wetter, schädliche Viren, Bakterien, Tiere, andere Menschen usw.  Es gibt aber auch nicht weniger gefährliche innerliche negative Faktoren: die entartete Zellen und letztendlich der Tumor.

Für das weitere Verständnis, was das Wesen eines Antisystems ausmacht, ist es wichtig, folgendes zu merken: Tumor im biologischen Organismus ist ein typisches Antisystem.

Die Krebszellen haben nur ein Programm: sich auf die Kosten des Organismus zu verbreiten bis er stirbt. Das sie dabei auch sterben würden, interessiert sie wenig, sie leben mit dem Motto: „Organismus verrecke!“

Also, hier haben wir auch das wichtigste Kriterium, was für uns Gut und Böse ist: was gegen unser Leben gerichtet ist, das ist das Böse, was unsere Gesundheit fördert, das ist ohne Zweifel das Gute.

Und so ist es nicht nur auf der biologischen Ebene, sondern auch auf allen sozialen Ebenen – Persönlichkeit, Familie, Sippe, Stamm, Volk – die wir alle als Systeme bezeichnen. Und alles, was gegen diese Systeme ist, wird dementsprechend als Antisysteme bezeichnet.

Was die Krebszellen für den biologischen Organismus sind, dass sind für die sozialen Systeme (also, Persönlichkeit, Familie, Sippe, Stamm, Volk) die Gesamtheit der schädlichen Gedanken, Ideen und die Träger dieser Ideen. Das alles sind eben die Antisysteme.

Das Antisystem für den Mensch als Persönlichkeit, sind z. B. schädliche Gedanken und Verhaltensmuster: hauptsächlich Abhängigkeiten von Alkohol, Drogen, Tabak usw. aber auch Eitelkeit, Eifersucht, Bosheit, Traurigkeit usw.

Vor der Zeit der Aufklärung haben sich alle Antisysteme in der menschlichen Gesellschaft im Rahmen irgendwelcher religiösen Weltanschauungen entwickelt. Gumiljow bezeichnete diese Antisysteme als „klassische Antisysteme“.

Merken wir uns: Das wesentlichste in diesen Antisystemen war der Hass gegen die göttliche Schöpfung, gegen die materielle Welt, gegen das Leben selbst.

Einige historische Beispiele der klassischen Antisystemen:  

1) Die Religion der Phönizier im 2.-1. Jahrhundert vor Chr. war ein solches Antisystem. Weitere Entwicklung und Erstarkung fand diese Religion in der Kolonie der Phönizier – in Karthago. Sie glaubten nur an das Böse und sie glaubten, dass das Böse immer siegen würde. Sie meinten, dass es sehr fraglich ist, ob es tatsächlich Gutes gibt oder nicht, aber das Böse ist zweifelsfrei da. Und das Böse muss man befriedigen, sonst kann es einem schaden. Sie brachten dem Bösen, dem Gott Baal, den sie als ihren Herr bezeichneten, Menschenopfer, und das waren nicht nur einfache Menschenopfer, sondern sie haben diesem Gott ihre eigenen Kinder geopfert. Sie haben sie am lebendigen Leibe in einem rituellen Offen verbrannt. Diese furchtbare Tatsache ist archäologisch nachgewiesen.

Es war sehr gut für die weitere Entwicklung der Menschheit, dass Karthago letztendlich von den Römern besiegt und vernichtet wurde.

2) Im III.-IV. Jahrhundert n. Chr. entwickelten sich im Nahen Osten in Folge des Zusammenstoßes des Hellenismus, Judentums und der persischen Kultur verschiedene positive religöse Systeme: talmudistisches Judentum, Christentum und Zoroastrismus.

Aus dem Zusammenstoß des Hellenismus und Judentums entstand aber auch eine negative Religion, ein Antisystem – der Gnostizismus.

Die Gnostiker lehrten, dass das Leben auf unserem Planeten eine leidensvolle Katastrophe für jeden Individuum sei und das größte Ziel wäre, sich von diesem Leid zu befreien. Selbstmord ist keine Lösung des Problems, weil еs auch Leiden verursacht und weil die Seele nach dem Selbstmord wiedergeboren wird, worauf sie wieder leiden würde. Die Rettung läge im Asketismus, der gegen den Leib gerichtet sei – das wäre der Weg der Befreiung von den Verlockungen der materiellen Welt. Mann könne die Askese auch zusammen mit Sauferei, Unzucht und anderen Ausschweifungen  praktizieren. Das wichtige sei – sich vom Einfluss des materiellen, der Biosphäre, zu befreien. Also – die Biosphäre zusammen mit dem eigenen Leib sei der menschliche Feind und mit dem Feind müsse man bekanntlich brutal umgehen und ihn vernichten. Deswegen verschwand die gnostische Lehre zusammen mit den Gnostikern im 4 Jahrhundert n. Chr.

3) Aus dem Zusammenstoß des Hellenismus und der persischen Kultur wurde ein anderes Antisystem geboren: der Manihäismus, der vieles von dem Gnostizismus vererbte. Die Manihäer haben genauso wie die Christen das Licht und die Finsternis in der Welt anerkannt. Aber sie bezeichneten die Materie, besonders den menschlichen Leib als Finsternis, deswegen forderten sie die Enthaltung von Fleisch, Blut, Wein und Früchten und von jeglicher körperlicher Arbeit. Nur zur Begrüßung durfte die rechte Hand gereicht werden. Sie fordeten auch die Enthaltsamkeit mit dem Verbot jeglichen Geschlechtsverkehrs.

Eine Zeitlang standen die Manihäer sogar in Konkurenz mit den Christen. Die Christen aber sehen in der materiellen Welt die Gottesschöpfung und segnen die reinen Freuden des Leibes, fröhliche Feste, gutes Essen, die Ehe, die Liebe zwischen Geschlechtern und die Liebe zum Vaterland, auch fleisiges Arbeiten (die Forderung Ora et labora – arbeite und bete – bestätigt es. Oder man kann auch noch an den Satz von Martin Luther erinnern: „Bete, als ob alles Arbeiten nichts nützt, und arbeite, als ob alles Beten nichts nützt.“)

Dass diese Lehren miteinander nicht vereinbar sind, liegt auf der Hand. 4) Manihäismus in veränderten Form lebte weiter. Besonders stark entwickelte sich die manihäische Heresie unter den Katarern oder Albigensern im 11. Jahrhundert in Frankreich. Sie konnten sich als Christen tarnen und sind zum Schluss gekommen, dass еs für sie erlaubt wäre, im eigenen Interesse zu lügen.

Merken wir uns das: die Lüge ist ein wesentlicher Bestandteil aller Antisysteme.

Die katholische Kirche hatte zum ersten mal mit einem solchen Fenomen zu tun: die verhafteten Albigenser haben den heiligen Schwur auf die Bibel abgelegt, dass sie echte Katholiken wären und haben dann ihre Sache einfach weiter gemacht. Vorher gab еs so etwas nicht. Bereits im späten Rom haben die Menschen im Gericht vor Gott auf die Bibel geschworen, und man wusste, dass sie von diesem Augenblick an die Wahrheit sagten. Die Albigenser waren bereit, jeden beliebigen Schwur zu leisten und mit ehrlichen Augen das zu sagen, was ihnen gerade als nützlich erschien.

Das hat die katholische Kirche dazu gezwungen, die Erste Inquisition zu gründen: für den Kampf gegen die Albigenser. (Katarer)

Еs gab noch viele andere religiöse Lehren im Christentum, Islam und sogar im Buddismus, die echte Antisysteme waren: Bogomilen in der Byzanz und Bulgarien, Ismailiten und Assasinen in der muslimischen Welt usw.

Ich hoffe aber, Sie haben еs verstanden, worum еs geht. Wenn Sie das alles ausführlicher wissen wollen, so empfehle ich Ihnen das Buch von Lew Gumiljow «Etnhogenese und die Biosphäre der Erde» zu lesen. Hilfreich sind auch die Vorlesungen von dem Schüler des großen Gelehreten – Prof. W. Machnatsch, die man im Internet finden kann. 

Immer dann, wenn sich bei einem Volk ein Antisystem entwickelt hat, war das der Anfang vom Ende dieses Volkes. So sind solche starke Völker wie Mongolen und Araber später durch Antisysteme geschwächt worden oder sind sogar ganz verschwunden. Das Gleiche betraf auch das Byzantinische Reich.

Nichtklassische Antisysteme

Gumiljow beschrieb die klassischen Antisysteme, während sein Schüler Prof. Wladimir Machnatsch die nichtklassischen Antisysteme entdeckte.

Anstatt des Hasses gegen die göttliche Schöpfung und gegen die materielle Welt, hassen die nichtklassischen Antisysteme die Kultur und dabei unbedingt die eigene Kultur, die eigenen Traditionen, das eigene Volk und den eigenen Staat.

Die nichtklassischen Antisysteme haben sich besonders im XVIII. Jh. in Europa verbreitet. Das Antisystem in Frankreich im XVIII Jh. endete mit der Französischen Revolution, mit den furchtbaren Massenmorden. Genau ein solches Antisystem entwickelte sich im XIX Jh. in anderen europäischen Ländern. Seit 1825 und besonders in der zweiten Hälfte des XIX. Jh. auch in Russland. Das waren Antisysteme, die nichts mehr mit der traditionellen Religion zu tun hatten. Sie haben oft umgekehrt – atheistische Vorstellungen.

In der Gesellschaft tauchten Menschen auf, die sich das eigene Land und das eigene Volk ausdachten. Sie liebten ihr Volk, aber nicht das Volk, das in Wirklichkeit existierte, sondern ein Volk, das sie sich selbst ausgedacht hatten. Sie erdachten für ihr Volk ideale Modelle, die dieses Volk irgendwann in der „leuchtenden Zukunft“ glücklich machen sollten. Dafür müsste aber das Volk bereit sein, sich von der eigenen Kultur und Religion, vom eigenen Staat und sogar von sich selbst loszusagen. Das Volk sollte bereit sein, für diese „leuchtende“ Zukunft in der Gegenwart zu leiden, jeder Mensch sollte bereit sein, das eigene Leben und das Leben des eigenen Volkes für dieses „große“ Ziel aufzuopfern. Für diese Art von Antisysteme ist nur die Zukunft relevant und wichtig: Die Vergangenheit sei verschwunden und die Gegenwart wäre nur die Vorstufe der Zukunft.

Die Ideologie des Antisystems ist immer gegen jede ethnische Tradition gerichtet. Dabei ist unter der ethnischen Tradition die Hierarchie der sich historisch gebildeten Stereotypen und Verhaltensmuster, kulturellen Kanonen, politischen und wirtschaftlichen Formen und weltanschaulichen Muster, die für jedes Volk charakteristisch sind und die von einer Generation zu anderer weitergegeben werden, zu verstehen. Die im laufe der Geschichte angesammelte ethnische Traditionen bestimmen die Besonderheit jedes Volkes und seinen Platz unter anderen Völkern.

Das bedeutet, dass das Antisystem immer bestrebt ist, das System, das heißt das Volk, aus dem es seine eigenen Anhänger rekrutiert, moralisch zu vernichten. Somit ist das Antisystem das Krebsgeschwür der sozialen Systeme. 

Also, Sie ahnen еs wahrscheinlich bereits, dass die nichtklassischen Antisysteme hauptsächlich die sozialistischen und kommunistischen utopischen Ideologien sind. Eines der schlimmsten Antisysteme, das wir kennen, war der Sowjetkommunismus. Genauso schlimm, wenn nicht noch schlimmer, war der Maoismus in China, die Pol Pot Diktatur in Kambotsha und die kommunistische Diktatur in Nord Korea. 

Ein Paar Musterbeispiele aus der Denkweise der Kommunisten. Lenins Mitkämpfer Sinowjew sagte im Jahr 1918: «Von den 180 Millionen Menschen, die heute in Sowjetrussland leben, müssen wir 90 Millionen erhalten. Was den Rest betrifft, so haben wir ihnen nichts anzubieten: sie müssen vernichtet werden». (Zeitung «Северная коммуна», September 1918 года).

Lenin selbst gab zu, das er еs für möglich hielt, das infolge der Revolution nur 10% der Bevölkerung am Leben bleiben.

Mao Dse Dong hielte auf einem internationalen kommunistischen Kongress eine Rede, in der er erklärte, der Erste Weltkrieg hätte dazu geführt, dass der Sozialismus in einem Land gesiegt habe, der Zweite Weltkrieg hätte bewirkt, dass das sozialistische System gegründet worden wäre. Daher wäre es dringend nötig, den 3. Weltkrieg anzuzetteln – danach würde die ganze Welt sozialistisch sein. Daraufhin fragte ihn ein tschechischer Kommunist: «Ja, das würde aber so ein fürchterlicher Krieg sein, in dem solche kleine Völker, wie mein tschechisches Volk, ganz verschwinden könnten». Darauf antwortet Mao Dse Dong: «Dann müssen Sie sich fragen, ob Sie in erster Linie ein Tscheche oder ein Kommunist sind?» 

Die Menschen sollten mit Antisystemen sehr vorsichtig sein, sie sollten sie unbedingt bekämpfen und am besten noch in der Wiege vernichten, warnte Gumiljow, weil in der menschlichen Geschichte nichts Schlimmeres gibt, als die Antisysteme.

 Überlegen Sie es sich selbst: wenn man Ihr Volk von außen überfallen und töten will, dann werden Sie es bestimmt für ungerecht halten und zusammen mit Ihren Volksgenossen sich wehren. Aber wenn Sie eine Idee verinnerlichen und daran fest glauben würden, dass Sie kein Recht auf Leben haben, dann vernichten Sie sich selbst und in diesem Fall kann Sie niemand mehr aufhalten!

 Ist das aber nicht das erklärte Ziel der heutigen linksliberalen westlichen Propaganda?

 Und nun komme ich dahin, wohin ich hinaus wollte. Analysieren wir doch die Ideologie unserer eigenen politischen Elite mit den Kriterien, die uns von den beiden großen russischen Wissenschaftlern Gumiljow und Machnatsch gegebenen wurden. Und nicht nur in der BRD, sondern in allen westlichen Ländern. 

 Dabei müssen wir die ideologischen Ziele der westlichen Altparteien gar nicht getrennt voneinander analysieren, da sie in ihrer strategischen Ausrichtung praktisch eine einheitliche Block-Partei bilden.

Wir müssen es leider feststellen: Die linksliberalen Eliten des Westens haben sich im Kampf gegen ihre Völker vereint! In diesem Fall kann man mit den treffenden Worten von Andreas Popp behaupten: Die Verschwörung ist keine Theorie, sie ist ein Verbrechen!

 Woraus besteht aber das Konsens und die politische Agenda der westlichen Eliten, darunter natürlich auch unserer bundesrepublikanischen? 

  1. Die Vernichtung der Nationalstaaten. Anstelle der Nationalstaaten soll in Europa ein Monsterstaat EU entstehen, worauf mit Sicherheit die Weltregierung eines globalen Staates angestrebt wird.
  2. Die Überwindung der Homogenität der Völker. Im einzelnen bedeutet es folgendes: die Geburtenraten des eignen Volkes werden nicht genug unterstützt, während die demographischen Verluste einer solchen Politik durch die Einwanderung aus fremden Kulturen ausgeglichen werden, damit keine Bevölkerungsgruppe im Staate die Mehrheit bilden könnte.

Daraus resultiert das Endziel: das eigene Volk durch andere Völker auszutauschen.

  1. Die größtmögliche Unterstützung des Globalismus. Das bedeutet: freier Verkerh von Wahren, Arbeitskräften und Kapital.
  2. Eines der bedeutendsten Merkmale der Agenda der westlichen Eliten besteht darin, dass sie mit großem Hass und mit allen Mitteln gegen das Christentum kämpfen, weil das Christentum die Menschen an die göttliche Gesetze bindet. Dieser Prozess ist heute so weit fortgeschritten, dass wir mit Sicherheit sagen können, dass die Evangelische Kirche keine christliche Kirche mehr ist, sondern eine soziale Einrichtung. Die katholische Kirche hingt zwar hinterher, aber leider in die gleiche Richtung.
  3. Überwindung der traditionellen Vorstellung über die Familie und Sittlichkeit.

Die Elite ist bestrebt, das natürliche Weltempfinden der Menschen zu erschüttern und ihn völlig zu verwirren, um ihn danach beliebig manipulieren zu können. Was Gut und Böse ist, wird uns dann später über die Massenmedien mitgeteilt.

Warum ich die AfD wähle.

 Nun komme ich zum Schluss: Wir können heute mit Sicherheit feststellen, dass die westlichen Eliten ein echtes Antisystem entwickelt haben, das unweigerlich zum Untergang der westlichen Zivilisation führen wird, wenn wir nichts dagegen unternehmen würden. Die früheren uns bekannten Antisysteme waren schlimm und verbrecherisch. Das heutige ist vielleicht nicht so brutal und direkt, ist aber gerade aus diesem Grunde noch gefährlicher. Wir werden täglich unter dem Motto «uns gehts doch gut» als Völker ausgetauscht und moralisch vernichtet. Als Folge verschwinden wir langsam auch physisch aus der Geschichte. Deswegen ist auch die Diagnose von Thilo Sarrazin sehr richtig und präzise: «Deutschland schafft sich ab». Und nicht nur das: Die gesamte europäische Zivilisation schafft sich ab!

Aber es wächst auch der Widerstand gegen das heutige Antisystem. Erfreulich ist, dass immer mehr Menschen es auch erkennen. Als Beweis kann ich hier anführen, dass bereits heute Millionen Menschen das wichtigste Merkmal des Antisystems erkannt haben – das ständige Lügen des politisch-medialen Antisystems in Deutschland. Erinnern wir uns daran: das Lügen ist für jedes Antisystem heilig. Das Stichwort „Lügenpresse“ wurde nicht umsonst geprägt. Wichtig für uns ist, dass noch mehr Menschen die tödliche Gefahr, die vom Antisystem ausgeht, begreifen. Das Antisystem motiviert die Deutschen und andere europäische Völker zum Selbstmord.

Unter Berücksichtigung des oben Gesagten sehen wir unter den auf allen staatlichen Ebenen etablierten Parteien heute nur eine einzige Partei, die den Willen hat, gegen das entsandene Antisystem anzukämpfen – die Alternative für Deutschland. Aus diesem Grunde unterstütze ich diese Partei.

Wir alle haben unsere eigenen Vorstellungen von der Politik, und jeder von uns kann vielleicht an einer oder anderer Stelle im Programm dieser Partei etwas finden, was ihm nicht ganz gefällt. Aber wir müssen vor allem das Wichtigste sehen: Das Programm der AfD ist nicht ideologisch motiviert, sondern sehr pragmatisch aufgebaut und auf die Bedürfnisse unseres Volkes ausgerichtet. Es ist der lebendige Ausdruck des Volkswillens zum Leben! Ich will, das meine Abkömmlinge auch noch in 100 Jahren in Deutschland leben und Deutsch sprechen und deutsche Lieder singen und das sie nicht, wie die Kopten in Ägypten zu einer nationalen Minderheit in der eigenen Heimat verkommen.

Warum sollten aus meiner Sicht auch alle anderen Deutschen aus Russland die AfD wählen?

Die Deutschen aus Russland haben 73 Jahe lang in einem der schlimmsten Antisysteme gelebt und fast die Hälfte der Verwandten bei diesem unmenschlichen gesellschaftlichen Experiment des kommunistischen Regimes verloren. Unsere deutsche Volksgruppe erlitt auch sonst erhebliche Verluste. Unsere deutsche Sprache, unsere Kultur und vor allem den Glauben unserer Vorfahren haben wir beinahe eingebüßt.

Die Deutschen aus Russland sind in die Heimat ihrer Vorfahren mit einem starken Willen gekommen, sich als Deutsche zu erhalten. Fast jeder von uns schrieb in unseren Anträgen an die deutschen Aufnhamebehörden: «Ich will als Deutscher unter den Deutschen leben».

Diesen starken Willen, sich auch im ethnischen Sinne zu erhalten und nie wieder Opfer eines Antisystems zu sein, sollten wir auch an unsere einheimischen Volksgenossen weitergeben.

Heinrich Daub






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